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  • Erster Aufschlag nach der Pandemie-Pause | Park-Tennisclub Grünstadt e.V.

    23 Jun 2020
    Nach den neuesten Lockerungen im Amateursport durften die Tennisvereine der Region am Wochenende wieder mit einer Medenrunde beginnen. Wie viel Einfluss haben die neuen Regeln auf den Spielbetrieb?

    GRÜNSTADT. „Es tut gut, wieder spielen zu können“, sagt Klara Gehrmann, die 16-jährige Spielerin der Damenmannschaft. Ab 10 Uhr morgens durfte ihre Mannschaft vom PTC Grünstadt am Sonntag bei sonnigem Wetter in die Übergangssaison starten. Auch wenn die Stimmung zunächst verhalten und das viele am Anfang sehr vorsichtig waren, sei das Gesamtstimmungsbild „ganz locker“ gewesen, sagt Gehrmann. Dadurch, dass man sowenig Kontakt wie möglich haben soll, fallen Gewohnheiten wie etwa das Abklatschen nach einer guten Aktion nun weg. Dies trübe ein bisschen die Gemeinsamkeit und die Geselligkeit innerhalb der Mannschaft, so die 16-Jährige. Mara Wolf, ebenfalls Tennisspielerin des PTC Grünstadt, stimmt mit der Meinung ihrer Mitspielerin überein. Der größte Nachteil, den die Regeln mit sich bringen, sei das Verbot des traditionellen gemeinsamen Essens nach den Spielen, sind sich die beiden Spielerinnen einig. Zudem führe die kurzfristige Planung zu einigen Einschränkungen. So dürfen die Spieler die Duschen im Vereinsheim nicht benutzen. Auch wenn eine Outdoordusche vorhanden ist, benutze man diese nicht gerne, so die beiden Spielerinnen.

    Jeder muss seinen eigenen Kugelschreiber mitbringen.

    Obwohl die Akteure in ihrem eigenen Bereich untereinander keinen Mund- Nasen-Schutz tragen müssen, gilt auf dem restlichen Gelände für alle Maskenpflicht. Zudem müssen weitere kleinere Regeln beachtet werden. Etwa dass für das Eintragen der Ergebnisse von jedem ein eigener Kugelschreiber mitgebracht werden muss und Essen, das man sich üblicherweise gegenseitig anbietet, nur verpackt mitgebracht werden darf. Für die Anfahrt bringen die Regeln weitere Einschränkungen, da diese nur mit Mundschutz und maximal vier Personen pro Wagen angetreten werden darf. Die Anzahl der Zuschauer sei zwar etwas geringer als normalerweise, aber man spüre keinen deutlichen Unterschied, so die Empfindung der beiden Spielerinnen. „Als Zuschauer bemerke ich keine Einschränkungen und keinen großen Unterschied“, sagt der Vater einer der Tennisspielerinnen. Auch die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände würden keine großen Einschränkungen mit sich bringen, da viele sowieso nur in kleinen und meist familiären Kreisen kommen, um sich die Spiele anzuschauen. Was die anfangs vorsichtige Herangehensweise angeht, spricht die Sportwartin des PTC Grünstadt, Sabine Clemenz, den Spielerinnen aus der Seele. So sei es gerade beim Doppel schwierig, sich gleichzeitig auf das Spiel und den Sicherheitsabstand zu konzentrieren. Zudem merke man das Fehlen der Gäste, die die Vereinsgaststätte normalerweise besuchen und die daraus resultierende allgemeine Stille auf der Anlage, was die Sportwartin als „erschreckend“ beschreibt. So sei dies nicht zu vergleichen mit dem, was an einem normalen Sonntag los wäre, da man nicht wie sonst schon durch Reden in normaler Lautstärke auf dem ganzen Platz auffalle. Durch das Tragen des Mundschutzes gehen bei den Zuschauern viele Emotionen unter, was schade sei, da gerade beim Tennis auch die Gestik und Mimik eine wichtige Rolle spiele, so Clemenz. Trotz der Einschränkungen und der angepassten Medenrunde sei sie wie auch die Spielerinnen des PTC Grünstadt optimistisch und weiterhin motiviert sowie mit viel Vorfreude auf das bevorstehende Sommercamp.

    Zur Sache: So spielte der PTC am ersten Spieltag nach dem Shutdown

    Statt 39 Teams wurden 19 Mannschaften in die sogenannte Übergangsrunde geschickt. Am ersten Wochenende waren gleich 13 Teams aktiv, 11 davon siegreich. Drei Jungen-U15-Teams sind in Pfalzliga, A- und C-Klasse am Start und alle lösten ihre Debütspiele tadellos, denn keine Mannschaft gab auch nur einen Punkt ab. Die Erste schoss den TC Weilerbach förmlich ab und bestätigte die gute Form aus dem Winter, als man verlustpunktfrei Pfalzmeister wurde. Die Dritte, die als siebenköpfige Truppe ins benachbarte Dirmstein musste, gab sich auch keine Blöße und konnte über einen überragenden Auftaktsieg jubeln. Die Zweite musste gegen den TC SW Bad Dürkheim ran und nach ungefährdeten Einzelsiegen durch Emil Heppes, Emilio Aprile und Jan-Luca Wetzel, gelang Spitzenspieler Julian Metzinger der Coup, der Bad Dürkheims Topspieler Lennart Kauhs als absoluter Außenseiter in die Knie zwang und somit den Sieg bereits nach den Einzeln perfekt machte. Die Doppel gingen ebenfalls an die PTCler. Auch 14:0 beim TC Mutterstadt siegte die neu formierte Mädchen- U15-Mannschaft in der Pfalzliga. Captain Leni Eberle, Emilie Schnirch und die beiden Neuzugänge Caroline Hahn und Jasmin Bühler freuten sich über den gelungenen Start. Eine Besonderheit gab es dann bei den Jungen U18, als die dritte Mannschaft die eigene vierte Mannschaft empfing. Als sich dann auch noch im Doppel die beiden Brüder und Kapitäne Matteo und Fabio Galan gegenüberstanden und duellierten war es zwar irgendwie komisch, aber die Mannschaften freuten sich gemeinsam, auch wenn die favorisierte Dritte mit 11:3 gewann. Corona macht’s möglich. Als absoluter Außenseiter fuhr die dritte Herren-50-Mannschaft zum TC GW Frankenthal, die durch die Zusammenlegung von Gruppen einen „Zwangsaufstieg“ hinnehmen musste und so nun in der A- statt in der B-Klasse spielten. Doch was die Mannschaft von Thorsten Iske beim Auswärtsspiel veranstaltete war aller Ehren wert. Satte 31 Leistungsklassenpunkte trennten die Teams. Durch überragende Siege von Harald „die weiße Feder“ Schmolke, Thorsten Iske und Ralf Kramer mussten die Doppel entscheiden. Kramer/Aschendorf legten mit ihrem Sieg vor und nachdem Schmolke/Fetzer im Champions- Tie-Break den 12:9 Sieg perfekt machten, wurde euphorisch gejubelt. |mbr

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    Rheinpfalz

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